Johannes Baczewski, der Kommandeur des deutschen Wehrmachts-Bataillons, das im April 1945 den Durchbruch der US-Streitkräfte bei Gruiten verhindern sollte, aber den Befehl nicht ausführte, sondern Gruiten am 16.4.1945 kampflos übergab und damit vor der Zerstörung bewahrte, stammt aus einer Familie, deren Geschichte man kennen muss, um einen Eindruck von seiner Einstellung zum Nazi-Regime zu bekommen.

Geboren wurde er am 3.1.1921 als 1. Kind von Jan und Lucja Baczewski in Allenstein. Sein Vater – preußischer Staatsbürger, der aus einer katholischen Familie mit polnischen Wurzeln in Ostpreußen stammte – nahm am Ersten Weltkrieg teil, kehrte Ende 1918 nach Ostpreußen zurück, wurde politisch für die Rechte der polnischen Minderheit in Deutschland tätig, war 1922 bis 1928 Abgeordneter im Preußischen Landtag, 1922 bis 1932 (Gründungs-) Mitglied und Vorsitzender des Verbandes polnischer Schulvereine, wurde am 1.9.1939 (Tag des Überfalls auf Polen) verhaftet (vorübergehend auch der damals 18-jährige Sohn Johannes und dessen 17-jähriger Bruder), wird schließlich ins KZ Sachsenhausen verbracht, dort misshandelt, im Mai 1940 krank entlassen, erhielt für sich und seine ganze Familie Aufenthaltsverbot in Rangsdorf (Brandenburg), dem damaligen Wohnort der Familie (seit Mitte 1933), wurde zum Verkauf seines Hauses in Rangsdorf gezwungen (zu einem Preis unter Wert, der nicht einmal bezahlt wurde, also faktisch enteignet).1 Soweit der familiäre Hintergrund. (Link: Informationen auf Wikipedia.)

Johannes Baczewski und sein Bruder Tadeusz besuchten das 1936 in Beuthen/Oberschlesien gegründete katholische, polnische Privatgymnasium mit Internat. Das Gymnasium wurde unmittelbar nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs von den Nationalsozialisten geschlossen. Für beide war damit die Schulzeit vorbei, denn in Berlin wurde ihnen der weitere Besuch des Gymnasiums verboten.2

Eine Schlüsselerfahrung des jungen Johannes wird so beschrieben: Mit dem deutschen Überfall auf Polen veränderte sich die Situation [der Polen in Deutschland] schlagartig. Er war […] überall im Reich von einer großangelegten Polizeiaktion gegen die führenden Vertreter der polnischen Organisationen begleitet. […] Zusammen mit dem Vater waren die beiden Brüder Johannes und Tadeusz Baczewski in den frühen Morgenstunden des 1. September 1939 von der Gestapo in Rangsdorf festgenommen und ins Polizeipräsidium Potsdam gebracht worden. Während der Vater vorübergehend im KZ Sachsenhausen einsaß, ließ man die Jungen unter der Bedingung frei, dass sie nicht wieder zu der Mutter nach Rangsdorf zurückkehrten. Aber wo sollten sie hin? „Für uns war Frau Neumann die einzige Person, die uns in dieser Situation, wo die Väter nicht da waren, wo wir keine Mittel zum Leben hatten und für Pfennige arbeiten mussten, eine Wohnung gegeben und uns wie eine Mutter versorgt hat.“ […] Die Wohnung von Hedwig Neumann wurde zum Fluchtpunkt und Rettungsanker für viele verfolgte und Hilfe suchende Menschen. […] Für die jungen Leute begann Anfang 1940 der Einzug zum Militär. Zbigniew Johannes Baczewski hatte Glück, ihm hat die Front wahrscheinlich das Leben gerettet [während Hedwig Neumann Anfang 1942 ins KZ kam und 1944, wie schon mehrere Personen aus ihrem Umfeld 1943, hingerichtet wurde]. An anderer Stelle desselben Aufsatzes sind die Ereignisse um die Familie Baczewski 1938-40 (bevor Sohn Johannes zur Wehrmacht kam) so beschrieben: 1938 wurde ihm [dem Vater Jan Baczewski] der Pass abgenommen und seit Mai 1938 musste er sich täglich bei der Polizei melden. Zum Mittel systematischer Verfolgung und des offenen Terrors wagten sich die Gestapostelle Potsdam und der NSDAP-Bürgermeister […] aber erst nach dem militärischen Überfall auf Polen. Der 50-Jährige wurde am 1. September 1939 früh um fünf Uhr in seinem Haus aus dem Schlaf gerissen. Zusammen mit seinen beiden Söhnen Zbigniew Johannes (18 Jahre) und Tadeusz (17 Jahre) wurde er, nach vorübergehendem Arrest im Spritzenhaus, in Handschellen durch den Ort abgeführt. Der Hass und die Verhöhnung, mit der diese Festnahme von Rangsdorfer Anwohnern begafft und begleitet wurde, ist den Betroffenen besonders schmerzhaft in Erinnerung geblieben. Als KZ-Häftling in Sachsenhausen wurde Jan Baczewski zu schwerster Zwangsarbeit im Klinkerwerk eingesetzt. Durch Fürsprache befreundeter Wehrmachtsoffiziere (Oberst Treskow und Schauroth) gelang es dem Sohn Zbigniew Johannes, im Mai 1940 den Vater in Sachsenhausen frei zu bekommen. […] Nach seiner Entlassung durfte er, ähnlich wie schon die Söhne, nicht mehr nach Rangsdorf zurück.2

Als 19-jähriger [1940] wurde Johannes zur Wehrmacht eingezogen (Infanterie-Ersatz-Bataillon 208 in Cottbus), nach der Grundausbildung war er Richtschütze in der Aufklärungs-Abteilung 208, bei Beginn des Rußlandfeldzuges [Juli 1941] in der 13. Kompanie des Infanterie-Regiments 11, wo er am 10. Juni 1942 als Richtkreis-Unteroffizier das Infanterie-Sturmabzeichen erhielt, danach im Grenadier-Regiment 549 [entstanden 15.10.1942, aufgelöst 2.11.1943], Beförderung zum Leutnant, Kompanieführer-Lehrgang an der Infanterie-Schule Döberitz, ab Juli 1943 bis Oktober 1944 Führer der 7. Kompanie des Grenadier-Regiments 62. Am 26. August 1944 wurde ihm die II. Stufe der Nahkampfspange und das Verwundetenabzeichen in Gold verliehen. Am 1. September 1944 folgte das Deutsche Kreuz in Gold und die Beförderung zum Oberleutnant. Im Oktober 1944 verwundet, danach Führer einer Marschkompanie, dann in der neu aufgestellten 62. Volks-Grenadier-Division. Hier wurde er Kommandeur des Feld-Ersatz-Bataillons 162, mit dem er am 16. April 1945 in Gruiten kapitulierte und in amerikanische Kriegsgefangenschaft ging. 1945 flüchtete er aus der Kriegsgefangenschaft und studierte bis 1951 Veterinärmedizin.3

1943 heiraten Johannes Baczewski und Hildegard Abrahamczik (Titelfoto) – heimlich, weil die Familien der Brautleute Vorbehalte und Vorurteile hatten: die einen gegen den deutschen Hintergrund, die anderen gegen den polnischen.4

Näheres zu den Einsätzen der Truppenteile, denen Johannes Baczewski angehörte: siehe Anhang 1.

LINKS zur Nahkampfspange, dem Goldenen Verwundetenabzeichen und dem Deutschen Kreuz in Gold, die Johannes Baczewski am 26.8.1944/1.9.1944 verliehen wurden.

1983 hat eine Historikerin (s. Anm. 2) ein langes Gespräch mit Johannes Baczewski geführt, von dem es eine fast 90-minütige Aufzeichnung gibt. Ich habe sie abgehört und mir wesentlich erscheinende Aussagen Baczewskis im Anhang 2 aufgeschrieben, darunter befindet sich auch eine Passage, in der er über seine Entscheidung am 16.4.1945, Gruiten kampflos den US-Streitkräften zu übergeben, spricht.

Auch die unausgesprochen im Raum stehenden Fragen, wieso ein von der Gestapo gedemütigter junger Mann, dessen Vater ins KZ verschleppt worden war, sich freiwillig zur Wehrmacht melden und im Zweiten Weltkrieg ein offenbar mutiger Soldat sein konnte, lassen sich aus dem Gespräch Baczewskis mit der Historikerin ziemlich sicher beantworten. Hier die aufschlussreichen Passagen:

„…. Es gab aber auch Fälle von Entlassung [von ins KZ verschleppten Personen der polnischen Minderheit in Deutschland]. Am Anfang des Krieges wurden Personen entlassen, deren Söhne Soldaten waren oder an der Front waren oder verwundet waren oder gefallen sind. Aber das war nur zu Beginn des Krieges, später ist das dann eingestellt worden. Es fand solange statt, wie sich Wehrmachtsbehörden dafür einsetzten, dass die Angehörigen [von Soldaten] aus den Konzentrationslagern entlassen wurden. …“ Der damals 19-jährige Johannes Baczewski kam der ohnehin bevorstehenden Einberufung durch eine freiwillige Meldung zuvor, um möglichst schnell die Voraussetzung für die Entlassung seines Vaters aus dem KZ zu erfüllen! Aber er wusste wohl auch, dass nach der Entlassung, die er tatsächlich erreichte, die Gefahr für den Vater, ihn selbst und seine Brüder nicht dauerhaft abgewendet war. Im Zusammenhang mit den Aktivitäten der Hedwig Neumann (seit 1942 im KZ, verurteilt vom Volksgerichtshof und 1944 hingerichtet), deren Umfeld er und sein Bruder durch die Unterkunft bei ihr einige Zeit angehört hatten, sagt er: „… Ich wusste, was mir blüht, wenn ich mich irgendwie so betätige, dass ich mit den damaligen Gesetzen — als Soldat — in Konflikt komme. Das hätte bedeutet, dass man meinen Vater sofort wieder abgeholt hätte, und meine Brüder natürlich genauso. Ich befand mich in einer gewissen Zwangslage und musste nun eben ruhig sein. …“

Lothar Weller, 24.11.2020; Anhang erweitert (Anm. 8): 28.11.2020; Anhang 2 angefügt: 13.12.2020; Schlusspassage angefügt: 29.12.2020; 2 Kommandeursanweisungen April 1945 in Anhang 1 eingefügt; Zeitungsartikel vom 14.3.1945 in Anhang 1 eingefügt: 23.8.2021. — Titelfoto [1943]: Fam. Baczewski

LINK zum Beitrag: Ein 24-Jähriger bewahrte Gruiten vor der Zerstörung.


Anhang 1: Einsätze der Truppenteile, denen er angehörte

  • Infanterie-Regiment 11: Ende Juni 1941 erreichte das Regiment den Raum bei Welisch an der Drissa. Im Juli und August 1941 folgten Kämpfe südostwärts von Newel im September um Cholm. Ab dem 20.9.1941 lag das Regiment bei Demidow in Ruhe. Ab 3.10.1941 Vormarsch Richtung Norden, bis die Schlammperiode eintrat und jede Bewegung bis Mitte November unmöglich machte. Am 28.11.1941 erreichte das Regiment den östlichsten Punkt seines Vorgehens bei Dimitrow am Moskwa-Wolga-Kanal, etwa 60 Kilometer nördlich von Moskau. Alle Kräfte waren erschöpft, und nun setzte der Winter ein, der die Truppe wegen Hitlers Verbot, Winterkleidung bereitzustellen, völlig unvorbereitet traf. Am 6.12.1941 trat die Rote Armee zum Gegenangriff an, das Regiment musste sich zurückziehen. Erfrierungen in großer Anzahl schwächten das Regiment. Ende Januar landete es in der Gegend nordwestlich von Gshazk. Hier konnte es seine Stellungen bis Anfang März 1942 halten. Anfang März 1942 wurde es aus der Front gezogen und nach Rshew verlegt, wo es von den Zügen aus direkt in den Kampf geworfen wurde. Das Regiment wurde nordwestlich von Rshew eingesetzt und verblieb dort den Großteil des Jahres 1942. Vom 4. bis zum 17.7.1942 Teilnahme an einem begrenzten Angriffsunternehmen in Richtung auf Belci teil (Unternehmen „Seidlitz“). Im Juli und August 1942 wurde das Regiment in den Kampfraum nördlich der Wolga und östlich von Rshew eingesetzt. Das III. Bataillon wurde weiter südlich eingesetzt und dabei vollständig vernichtet.5
  • Grenadier-Regiment 549: Bisher keine Einsatzorte gefunden.
  • Grenadier-Regiment 62: Am 5. Juli 1943 begann der Angriff der 7. Infanterie-Division von Norden her auf Kursk. Es kam zu schweren Nahkämpfen in den gut ausgebauten russischen Stellungen. Nach weiteren schweren Kämpfen ab dem 11. Juli ging das Regiment hier zur Verteidigung über. In der Nacht vom 16. zum 17. löste sich das Regiment aus der Front und ging langsam auf die Ausgangsstellungen zurück, die es vor Beginn des Unternehmens „Zitadelle“ besetzt hatte. Diese Stellungen wurden am 18. Juli erreicht. Für den weiteren Rückzug wurde das Regiment kurzfristig der 102. Infanterie-Division unterstellt. Mit dieser Division machte das Regiment den Rückzug auf die Hagen-Stellung mit. Nach dem Erreichen der Hagen-Stellung stieß das Regiment wieder zur 7. Infanterie-Division. Diese wurde an 9. August aus der Front genommen und bis zum 14. August in den Raum Lokot verlegt, um hier zu Rasten. Am 22. August wurde das Regiment wieder alarmiert und marschierte in den Raum Ssewsk hinter der Front. Als am 26. August der russische Großangriff losbrach, wurde das Regiment zur 82. Infanterie-Division abkommandiert. Über Charkowo und Jablunowka zog sich das Regiment bis zum 25. September zum Dnjepr zurück, der bei Kiew überschritten wurde. Das Regiment wurde wieder der 7. Infanterie-Division unterstellt und bezog neue Verteidigungsstellungen. Ab dem 15. Oktober begannen erneut russische Angriffe über den Dnjepr hinweg. Am 22. Oktober begann das Absetzen der 7. Infanterie-Division nach Westen. Am 30. Oktober wurde die Potschemka-Stellung erreicht, wo dem Regiment etwas Ruhe gegönnt wurde. Nachdem die russischen Angriffe am 10. November wieder begonnen hatten, mußte sich das Regiment ab dem 11. November erneut nach Westen absetzen. Bis zum Jahresende wurden unter schweren Kämpfen die Pripjet-Sümpfe erreicht. Nach etwas Ruhe griff die Rote Armee in der zweiten Januarwoche die Nachbardivisionen schwer an, so daß sich diese zurückziehen mußten. An den Flanken gefährdet, schloß sich auch die 7. Infanterie-Division diesem Rückzug an. Nach schweren Kämpfen in Mittelrußland und Polen wurde im Februar 1944 das II. Bataillon aufgelöst. Bis zum März 1944 hatte sich das Regiment auf Stellungen bei Winwicza zurückgezogen. Hier trat wieder etwas Ruhe ein, bis am 22. Juni der russische Großangriff losbrach. Unter schwerem Druck ging das Regiment bis zum 25. Juni auf Verteidigungsstellungen bei Pinsk, bis zum 20. Juli dann über Janow und Drohiezyn auf Kobryn zurück. Nach Kämpfen nördlich von Brest-Litwosk wurde über Wegrow und Chniebewo am 25. August der westliche Bug bei Turzyen, im weiteren Rückzug wurde die Narew bei Rozan überschritten und dann parallel der Weichsel auf Ostpreußen zurückgegangen.6
  • 62. Volks-Grenadier-Division: In der Zeit vom 25. bis 28. November 1944 wurde die Division in die Südeifel verlegt. Ab dem 16. Dezember 1944 nahm die Division an der Ardennenoffensive teil. Unter schwersten Verlusten beteiligte sie sich an der Eroberung von St. Vith. Anschließend wurden Grüfflingen und Bovigny genommen. Am 23. Dezember wurde der Südteil von Trois Ponts erreicht. Die Division erhielt hier den Auftrag, eine Lücke auf dem linken Flügel bei der ebenfalls angreifenden 1. SS-Panzer-Division zu schließen. Bis zum 28. Dezember 1944 konnten die Reste der Division noch in die Feindstellungen nordostwärts Basse-Bodeux einzudringen, doch hier endete die Angriffskraft der Division. Am gleichen Tag erhielt die Division den Auftrag, in ihre Ausgangsstellungen zurück zu gehen.7
(Artikel vom 14.3.1945 eingefügt am 23.8.2021.)
  • 62. Volks-Grenadier-Division/Feld-Ersatz-Bataillon 162 [Rheinübergang 27.2.1945 ff.]: Johannes Baczewski: „In Heimerzheim erhielt ich durch Major Hübner den Befehl, auf dem Marschwege den Raum Bonn – Bad Godesberg zu erreichen und einen Offizier sowie Unteroffiziere abzustellen. Diese waren für den Aufbau eines „Auffangriegel“ östlich des Rheins verantwortlich. Es ging darum alle zurückflutenden Soldaten fremder und eigener Einheiten aufzunehmen und dem FEB 162 zuzuführen. Ich sollte auch einen Fährkommandanten benennen, der den Ablauf der Übersetzung und den Fährbetrieb regeln sollte. Für diese beiden Funktionen nannte ich der Division den Leutnant Paul Cieplik. Er war nach meiner Meinung am besten für diese Aufgabe geeignet. Umgehend kam die Bestätigung und Leutnant Cieplik erhielt für diese Aufgabe den entsprechenden Ausweis von der Divisionsführung. Beim Ausmarsch aus Heimerzheim in den Raum Bonn führte Paul Cieplik die Bataillonsspitze, da er den Weg nach vorheriger Erkundung ziemlich genau kannte und schon die Beschlagnahme der Privatfähren in Bad Godesberg eingeleitet hatte. Während des Marsches zum Rhein erhielt ich durch Major Hübner den Befehl, das Marschtempo zu beschleunigen. Der Befehl lautete für das Bataillon, nach Übersetzung über den Rhein Stellungen am Ostufer des Rheins im zugewiesenen Divisionsabschnitt zu beziehen. Es war mir nicht bekannt, warum wir den Marsch beschleunigen sollten, aber Befehl war Befehl und ich gab ihn durch Kradmelder an das Vorkommando unter Leutnant Cieplik weiter. Dieser fand gleich mehrere Abkürzungen, so das wir schneller am Rheinufer ankamen und sofort mit dem Übersetzen beginnen konnten. Mit tatkräftiger Unterstützung von Leutnant Paul Cieplik konnte das Bataillon unbeschadet den Rhein bei Bonn überqueren. An der Anlegestelle postierte Paul Cieplik Kontrollposten bestehend aus Feldwebeln, die fremde Einheiten erfaßten und dem FEB 162 zur Eingliederung übergaben. Später erfuhr ich, dass die Beschleunigung des Marsches zum Rheinübergang und Ausführung des Korps – Befehls zur Besetzung der Stellung auf dem Ostufer des Rheins dadurch bedingt war, dass eine Ernennung von Oberst Jüttner zum Kampfkommandanten von Bonn in Erwägung gezogen wurde. Zu dieser Ernennung kam es glücklicherweise nicht mehr. Wenn Oberst Jüttner zum Kommandanten von Bonn ernannt worden wäre, dann hätte die 62. VGD in Bonn noch Stellung beziehen und man hätte demgemäß noch hohe Verluste hinnehmen müssen. Um diesem vorzubeugen, wurde durch Major Hübner die sofortige und beschleunigte Durchführung des Korps – Befehls angeordnet.“ Hierzu Paul Cieplik: „…Unsere damaligen Handlungen wurden stark von Verantwortung und Gewissen beeinflußt. Sie waren nicht immer mit den gegebenen Befehlen in Einklang zu bringen, wenn es darauf ankam, Menschenleben zu retten. Man kann das nur Verstehen, wenn man das Drama der letzten Wochen hautnah miterlebt hat… Wir kamen aus Richtung Heimerzheim… auf die Hardthöhe. Von hier führte ich das FEB auf Schleichwegen zur Fähre nach Königswinter… In den frühen Morgenstunden setzten wir über den Rhein. Von Königswinter ging es im Eilmarsch in den Raum Margaretenhöhe. Seit dem 1.3.1945 war ich damit beschäftigt, das FEB mit Versprengten, Verlaufenen und sonstigen Soldaten aufzufüllen…“ Darauf antwortete Oberst Artur Jüttner: „… Anfang März 1945 haben Sie richtig gehandelt und Menschen gerettet. Sie hatten eine bessere Übersicht als die hohe Führung mit den Durchhaltebefehlen… Auch für Hübner gab es damals einen Widerstreit zwischen Befehl und Gehorsam. Auch unsere Aktion mit dem Schweizer Konsul… war durch unser Bemühen um Schonung von Menschenleben diktiert. Verantworten mußte ich alles…“8 Aus der ersten Hälfte des Monats April 1945 sind zwei Kommandeursanweisungen bekannt:
Textauszug: „Angreifende Feindverbände […] nicht in bewohnten Gebieten bekämpfen.“ LINK zur Quelle.
Textauszug: „Trotz sämtlicher eingehenden Befehle der benachbarten Einheiten, hat die Weisung vom 1.4. immernoch Vorrang …“. LINK zur Quelle.

Zu diesen Kommandeursanweisungen schreibt der Kommentator (offensichtliche Schreibfehler von mir korrigiert, Hervorhebung von mir): „Diese beiden Dokumente zeigen, wie sehr die Divisionsführung mit der Bevölkerung verbunden war. Wegen dieser Schriftsstücke hätte sich Arthur Jüttner sehr schnell vor einem Kriegsgericht wiederfinden können. Ein wichtiger Umstand auf dem oberen Dokument ist folgendes: Die Weisung trägt keinerlei KTB-Nummern, ist somit kein offizieller Befehl, also nur für wenige Eingeweihte bestimmt. Im Gegensatz zu sämtlichen anderen deutschen Divisionen, die entlang der Siegfront in Stellung gegangen waren, kam es im Bereich der 62. VGD fast ausschließlich zu Waldkämpfen. Für seine Art der Kriegsführung wurde Jüttner im März/April 1945 durch seine Vorgesetzten Harpe (5.Pz.Armee) und Botsch (LVIII.Pz. Korps) unter Berufung auf den Führerbefehl (dem sogenannten Nero-Befehl) entsprechend bedroht.
Vergleichsweise hierzu wurden im Bereich der 363. VGD (rechter Nachbar mit Frontgrenze Wissen) oder 59. VGD (linker Nachbar Grenze Betzdorf / Wallmenroth) ohne Rücksicht auf die Bevölkerung Stellungen angelegt, Ortschaften verteidigt und gleichermaßen durch die eigene Artillerie mit Granaten bedeckt.
Ebenso war es für die Divisionsführung von großer Wichtigkeit, ein hohes Pensum an Menschenleben einzusparen und zu schonen. So marschierte beispielsweise östlich des Rheins das Feldersatz Bataillon 162 der 62. VGD unter der Führung des Oberleutnants Johannes Baczewski mit einem Mannschaftsbestand von nahezu 600 Mann. Die Leutnants Cieplik und Riedel hatten Weisung erhalten, sämtliche Soldaten, die angetroffen werden, unmittelbar dem FEB 162 zuzuführen. Geschickt wurden diese Leute geführt, aus Gefechten ferngehalten und durch die Führung immer wieder in Richtung Heimat entlassen, noch lange bevor es zur Kapitulation im Ruhrkessel kam… Zum Vergleich hierzu: Das Feldersatz Bataillon der 59. VGD hatte am 4.4.1945 nur noch eine Stärke von ca. 120 Mann, war bereits durch Volkssturm und Polizeieinheiten verstärkt worden, und stand im Raum Mudersbach – Niederschelden in schweren Abwehrkämpfen.
Das ist auch das Bild, welches amerikanische Veteranen noch heute von dem hoch ausgezeichneten Oberst (Ritterkreuz, Eichenlaub u. Schwerte) haben.“ Link zur Quelle.

Anhang 2: Auszüge aus einem Gespräch, das Gisela Wenzel (s. Anm. 2) am 26.8.1983 mit Johannes Baczewski geführt hat

[Zusammenhang: Verurteilung/Hinrichtung der Hedwig Neumann und anderer Personen aus ihrem Umfeld, Widerstand gegen das Hitlerregime] „… Was ist Widerstand? Wer hatte damals das Recht auf Widerstand? Wer ist heute befugt zu beurteilen, hatte der das Recht zum Widerstand oder hatte er das nicht? Ich glaube kaum, dass es bei uns heute jemanden gibt, der von sich sagen kann, er hätte das Recht zu beurteilen, wer nun Widerstand geleistet hat und wer nicht. Das wäre ja eine Einteilung von Leuten, die sich gegen Hitler gewandt haben, in die verschiedensten Kategorien – die durften das und die nicht. Es waren deutsche Staatsbürger, die diesen Weg gewählt haben, der nach den damaligen Gesetzen formaljuristisch Landesverrat war, der nach den Kriegssonderstrafgesetzen bestraft wurde, aber [es war] ja eine Tätigkeit gegen ein begangenes Verbrechen. Man kann nicht sagen, der Nationalsozialismus wäre nur ein Unrechtssystem, das ist so gelinde gesagt. Das ist ein verbrecherisches System, Unrecht ist viel zu fein ausgedrückt dafür. […] Und jemand, der im Kriege, in einem vom Zaune gebrochenen Kriege, sich gegen dieses System aufbäumt, Mittel und Wege sucht, um dieses System zu bekämpfen oder auch zu stürzen, hat nach meiner Meinung Widerstand geleistet. […] Jeder damalige Widerstand gegen den Nationalsozialismus, gegen dieses Regime, verletzte ja die damalige Gesetzgebung auf irgend eine Art und Weise, ob es nun als Landesverrat gewertet wurde oder als Hochverrat. […] Und gerade dieser Schwebezustand in der Beurteilung des Widerstandes und des Begriffes Widerstand führt ja dazu, dass bis heute noch die geistige Bewältigung der Vergangenheit erschwert wird. So erschwert, dass man sagen könnte […], viele Probleme, die wir jetzt haben, resultieren gerade aus dem Mangel einer geistigen Bewältigung des verbrecherischen Systems und einer Bewältigung der Vergangenheit. […] Man muss unterscheiden – das verbrecherische System Hitlers hat ja […] das deutsche Volk betrogen und belogen. Wir müssen davon ausgehen, dass der größte Teil der deutschen Jugend, die damals Soldaten wurden, verraten, belogen und betrogen wurde. Die glaubten an die Notwendigkeit des Kriegsausbruches, des Einmarsches dort oder dort – das können wir nicht bezweifeln — dieser Glaube war vorhanden, das ist eine Tatsache. […] Diese Jugend ist tatsächlich mit einer beispiellosen Tapferkeit und Opfermut in den Krieg gezogen, das stimmt, aber umso höher zu werten ist das Tun von Menschen, die nicht geglaubt haben an diese ganzen propagandistischen Versprechungen und das von vorneherein als Lüge und Betrug und Verbrechen angesehen und sich dagegen gewandt haben. Formaljuristisch war das Landesverrat, aber kann man ein verbrecherisches System, von dem man weiß, dass es […] schon soundso viele Menschen ermordet hat und weiterhin in Konzentrationslagern Menschen ermordet werden, dass Transporte von jüdischen Menschen von Berlin abgehen — das war ja alles bekannt — das jüdische Menschen gekennzeichnet mit dem Davidstern auf der Straße herumlaufen, in besonderen Geschäften einkaufen mussten, als Menschen fünfter und sechster Kategorie behandelt wurden … Wenn sich nun Menschen dagegen auflehnen […], die diesen Verrat im Kriege gesehen haben, die von diesen Verbrechen gehört haben […] und dieses verbrecherische System bekämpften, kann man [sie] heute nicht Landesverräter nennen. Man kann sich nicht auf den formaljuristischen Standpunkt stellen, denn wir können ja nicht auf einer Seite sagen, das war ein verbrecherisches System, die Entfesselung des Krieges war ein Verbrechen […] und auf der anderen Seite sagen wir, ja, wer sich dagegen aufgelehnt hat […], der ist ein Landesverräter oder Hochverräter. Das ist ein geistiges Schielen, das geht nicht, […]. Und das ist der Grund, warum wir heute so große Schwierigkeiten mit den heutigen Generationen haben. Weil wir hier nicht herausgefunden haben aus einer Sackgasse. — Diese Menschen wollten ja nichts Anderes, als das Ende des Krieges, die Niederlage Hitlers. […] … ich glaube kaum, dass sich Frontsoldaten finden, die anständig und ehrlich in gutem Glauben ihre Pflicht an der Front erfüllt haben — denn es hat ja ein Großteil der deutschen Bevölkerung geglaubt, vieles war ja nicht so bekannt, wie es heute ist — [sich in ihren Gefühlen] verletzt sehen, weil sich Menschen gegen Hitler gewandt haben […], denn jeder Mensch hat das Recht zum Widerstand gegen ein verbrecherisches Regime. Wie sollte man denn damals Widerstand leisten? Widerstand haben geleistet: die kirchlichen Stellen durch Hilfen, die sie verfolgten Mitbürgern haben zuteil werden lassen […], viele politische Gruppen, die für eine freiheitliche Ordnung in Zukunft sich eingesetzt und in Gefahr begeben haben […], alle Militärs, begonnen mit Generalfeldmarschall von Witzleben, der schon 1937 oder 1938 in Betracht zog, durch einen Staatsstreich Hitler zu stürzen. […] Dieser Widerstand, der aus einer Auffassung [entstanden war], dass ein Eid, der durch einen Verbrecher missbraucht wird, keine Gültigkeit besitzen kann. Aus dieser Motivierung heraus entstand ja der ganze 20. Juli. Das war die Motivation für die Offiziere […] und alle die Politiker, die damals in diesen Kreis mit einbezogen waren. Die Motivation war ja: unser Eid hat keine Gültigkeit, denn er ist missbraucht worden, diesen Eid hat uns ein Verbrecher abverlangt, und wir sind an diesen Eid nicht gebunden. […] Das ist eben ein Widerstand aus dem Dilemma geboren zwischen […] Gehorsam und Freiheit. Wem soll ich jetzt gehorchen? Soll ich gehorchen, weil ich gehorchen muss als Automat und nicht als denkender Mensch oder aber als denkender Mensch setze ich mich über die Gesetze hinweg, weil sie […] für verbrecherische Ziele nutzbar gemacht wurden, und wähle den Weg der Freiheit? Nach den Begriffen müsste ja jeder, der auf die oder andere Weise mit zur schnelleren Beendigung des Krieges beigetragen hat, auch die Gefühle von Frontsoldaten verletzten. Zum Beispiel: ich müsste ja dann auch die Gefühle von Frontsoldaten verletzen, weil ich am 16. April 45 in Gruiten im Einvernehmen mit meinem Divisionskommandeur eine Kapitulation veranlasst habe, ohne einen Schuss abzugeben, um das Kriegsende so schnell wie möglich herbeiführen zu können. Ich habe damit die damals gültigen Gesetze missachtet, weil ich sie missachten musste. Weil ich eine andere Handlungsweise für verbrecherisch gehalten hätte. Man muss hier endlich eine Klarheit schaffen in dieser ganzen Sache. Ich fühle mich auf gar keinen Fall als Landesverräter oder Hochverräter, denn ich habe Gesetze missachtet, die von Verbrechern erlassen wurden. Damals galt ja das Gesetz, jeder, der zu einer Kapitulation aufruft oder sie durchführt, ist sofort zu erschießen — und jeder hat das Recht, ihn zu erschießen. Das waren ja damals die Hitlerbefehle und zum Schluss die Sonderbefehle. Jeder Zivilist konnte mich erschießen, jeder Soldat konnte mich erschießen — ein ganzes Bataillon hat es nicht getan. Im Gegenteil, es war einverstanden, zu kapitulieren. Der Pfarrer ist gekommen von Gruiten, es war Prälat — Marschall glaube ich hieß er — und hat gebeten, nicht zu kämpfen. Der Bürgermeister ist gekommen und hat gebeten — ja, wenn ich Hitlers Befehle befolgt hätte, dann hätte ich die beiden aufknüpfen lassen müssen. Das habe ich nicht getan, sondern habe eben beruhigt und gesagt, wir werden nicht kämpfen. Und wir haben nicht gekämpft. Und keiner meiner Soldaten — und auch ich nicht — fühlen uns als Landesverräter. […] Selbstverständlich ist heute dieses Problem von größter Tragweite, denn auf der einen Seite sind durch Verniedlichung, durch eine Nichtbewältigung dieser ganzen Vergangenheit, Probleme bei der nächsten Generation entstanden, mit denen es sehr, sehr schwer sein wird, fertig zu werden. Es muss der Weg gefunden werden, dieser Generation zu erklären — offen und ehrlich –, wie es war und warum es so kommen konnte — man kann hier keine Schönfärberei machen. Und man muss aber auch Menschen, die sich für die Freiheit […] eingesetzt haben […] auch voll als Widerstand anerkennen, denn sie haben sich dagegen aufgelehnt. Sie haben nicht für eine andere Diktatur gekämpft, sondern sie haben für die Freiheit gekämpft, sie haben den Weg gewählt, den sie meinten gehen zu können, d.h. den Weg einer Hilfe für die westlichen Alliierten […]. Das kommt ja auch ganz deutlich in den ganzen Anklageschriften zum Vorschein, wessen diese Gruppe angeklagt wurde. Also hier muss ich ehrlich sagen, ich glaube kaum, dass sich irgendeiner der Soldaten verletzt fühlt. Wenn sich jemand verletzt fühlen sollte — meine ich — so hat er noch nichts dazugelernt. […] Man muss eins sehen: Diese Menschen [die Widerstand geleistet haben] sind Opfer geworden dieses Unrechtssystems. Und sie verdienen es, als Menschen, die den Mut hatten und den Mut aufgebracht haben, als sie gesehen haben, wohin das System führt und was es auch für Verbrechen begeht, sich dagegen aufzulehnen auf eine ihnen mögliche Weise. Sie sind Opfer — genauso sind Opfer aber auch all die irregeführten Millionen gefallenen deutschen Soldaten. […] Und wenn wir so heute diese Vergangenheit betrachten, dann glaube ich, haben wir schon einen ganz großen Schritt auf dem Weg zur Bewältigung dieser Vergangenheit getan. Eine Ehrung dieser Opfer [des Widerstands] ist selbstverständlich — das sind Menschen, die mit dazu beigetragen haben, diesen Krieg zu verkürzen und Hitlers Kriegsmaschinerie doch wesentlich zu schwächen. Wäre das schon vor dem Kriege möglich gewesen, dieser Kriegsmaschinerie ganz Bremsen anzulegen, na dann hätten wir nicht diese schreckliche Vergangenheit, die wir nun versuchen zu bewältigen. […]“


1 Quellen: a) Norbert Kampe, Das Sommerhaus der Familie Baczewski von 1928 bis 1940, in: Geschichten aus Rangsdorf, Groß Machnow, Klein Kienitz, Nr. 2/2012, Kulturverein Rangsdorf e.V. (Der Autor: Dr. Norbert Kampe, Historiker, Leiter der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz und Direktor der Ständigen Konferenz der NS-Gedenkstätten im Berliner Raum.) – b) Dokumente im Besitz der Familie Baczewski (zwei Töchter von Johannes B.)

2 Quelle: Gisela Wenzel, Wegen Kriegsspionage zum Tode verurteilt. Die Gruppe um Hedwig Neumann und der polnische Widerstand in Berlin, Typoskript; vermutlich veröffentlicht: Gisela Wenzel, Wegen Kriegsspionage zum Tode verurteilt. Die Gruppe um Hedwig Neumann und der polnische Widerstand in Berlin, in: Der vergessene Widerstand der Arbeiter. Gewerkschafter, Kommunisten, Sozialdemokraten, Trotzkisten, Anarchisten und Zwangsarbeiter, hg. v. Hans Coppi und Stefan Heinz (Geschichte des Kommunismus und Linkssozialismus, Band XVI), Berlin: Dietz 2012, S. 263-287. (Die Autorin: Politikwissenschaftlerin und Historikerin, Mitbegründerin der Berliner Geschichtswerkstatt e.V., wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität, beim Berliner Senat und Bezirksamt Schöneberg, Projektarbeit und Publikationen u.a. zum Thema „NS-Zwangsarbeit“, „Internationale Bildungs- und Begegnungsarbeit.) Die Zitate im Text stammen aus einem fast 90-minütigen (aufgezeichneten) Gespräch, das die Autorin am 26.8.1983 mit Johannes Baczewski geführt hat.

3 Quelle: http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Personenregister/B/BaczewskiJ.htm (LZ: 15.11.2020).

4 Quelle: Aushang in der Rangsdorfer Ausstellung „Kleine Galerie – Ein Europäer in Preußen – Jan Baczewski“ vom 20.1. bis 24. Februar 2011.

5 Quelle: http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Infanterieregimenter/IR11.htm (LZ: 15.11.2020).

6 Quelle: http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Grenadieregimenter/GR62.htm (LZ: 15.11.2020).

7 Quelle: http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Volksgrenadierdivisionen/62VGD.htm (LZ: 15.11.2020).

8 Quelle: http://www.62vgd.de/rck.htm (LZ: 28.11.2020)