Die „Künstler“, die diesen Wandteppich gestickt haben, sind inzwischen längst erwachsen und haben selbst schon wieder Kinder: Es waren die Schüler*innen der 4. Klasse der Gruitener Grundschule. 1992 haben sie ihn geschaffen und damit einen Wettbewerbspreis gewonnen. Die Klasse fuhr zur Preisverleihung nach Kamen oder Dortmund oder… Wer erinnert sich? Wer weiß, ob der Wandteppich noch existiert? Und wer erkennt mehr als 9 der darauf abgebildeten Gebäude?

Lothar Weller, 24.8.2019 – Foto: privat

Nachtrag 1: Eine Befragung von ehemaligen und aktiven Lehrkräften der GGS Gruiten und dem Personal der Ogata, ob der Wandteppich noch existiert, hat bisher keine „heiße Spur“ erbracht. Auch eine Suche in (Abstell-)Räumen der Schule blieb leider erfolglos. Die oben gestellte Frage, wo die Prämierung der Schulklasse stattgefunden hat, ist noch unbeantwortet. Auch ein Zeitungsbericht, den es dazu damals höchstwahrscheinlich gegeben hat, wurde bisher nicht gefunden. Bekannt ist nun aber, dass die Ehrung der Schulkinder durch Franz Müntefering (damals Chef der NRW-SPD, aber hier vielleicht in anderer Eigenschaft engagiert) oder zumindest in seinem Beisein erfolgte. (LW, 30.9.2019)

Nachtrag 2: Alle auf dem Wandteppich abgebildeten Gebäude sind identifiziert! Nachdem Stefan Trautmann sofort eine große Anzahl der Gebäude erkannt hatte (siehe seinen Kommentar unten), waren insbesondere drei Häuser deutlich schwerer zu erkennen, weil einige Kinder von ihrer „künstlerischen Freiheit“ besonders ausgiebig Gebrauch gemacht und nur Teile von Gebäuden abgebildet haben. Geknackt hat diese „Nüsse“ Josef Ahrweiler, der dazu geschrieben hat: „Die drei fehlenden Gebäude meine ich […] identifiziert zu haben. Zunächst habe ich geprüft, welche markanten Gebäude des Dorfes fehlen. Außerdem gehe ich davon aus, dass es sich jeweils nur um einen Teil eines Gebäudes handelt. Am sichersten bin ich mir bei dem Gebäude in der unteren Reihe. Es ist die rechte Gebäudehälfte des „Schwans“. Die Darstellung der Eingangstüre und das Schild darüber sind eindeutig. Die Fensteranordnung und das Balkenwerk passen ganz gut. Außerdem fällt die Position im Wandteppich direkt links neben der Giebeldarstellung des Schwan-Anbaus auf. Das zweite Gebäude in der oberen Reihe links stellt die rechte Hälfte des Hauses „An der Eich“ dar. Die obere Hälfte des oberen Stockwerks wurde nicht dargestellt. Ein wichtiges Gebäude des Dorfes, das nicht fehlen darf, ist das „Predigthaus“. Das Gebäude oben rechts hat ein Fachwerk mit gekreuzten Balken. Diese Anordnung finde ich […] am Predigthaus. Es handelt sich meiner Meinung nach um den rechten Gebäudeteil neben der Eingangstüre. Das Fachwerk und die Fensteranordnung geben den entscheidenden Hinweis.“ Hier nun der Link zu einer PDF-Datei mit der Auflösung! (LW, 2.10.2019)