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Gruitener Geschichte(n)

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1200 Jahre Gruiten in 120 Sekunden

Gruiten ist älter als früher gedacht. Seit 2013, als bei der Sanierung des alten Nikolausturms Skelette gefunden wurden, kann man von mehr als 1000 Jahren ausgehen, denn die Altersbestimmung der ältesten gefundenen Gebeine fällt in die Zeit von 720 bis 993 n.Chr.

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Hervorgehobener Beitrag

Update: Mühle beim Gut „Zur Mühlen“

Durch freundliche Einladung der Besitzer/Bewohner konnte ich heute im Inneren der Mühle fotografieren. Ich habe deshalb den Beitrag über die Mühle um ein paar aktuelle Fotos alter, sehr beeindruckender Mühlenrelikte, kombiniert mit zwei Vergleichsfotos aus den schon veröffentlichten, ergänzt.

Lothar Weller, 16.8.2019

Als Gruiten ein Drei-Kirchen-Dorf war

Das Titelfoto oben zeigt Gruiten-Dorf so, wie es selbst die ältesten Gruitener nicht mehr mit eigenen Augen gesehen haben können.  Weiterlesen „Als Gruiten ein Drei-Kirchen-Dorf war“

„Napoleonisches“ (3): „Kirchenstreik“ – und hinter den Kulissen „stille Post“

Die napoleonische Administration ordnete die Auflösung der Kirchengemeinde Schöller und ihre Verschmelzung mit der reformierten Gemeinde Gruiten an. Das führte in Schöller zu passivem Widerstand und zu einer Initiative, die mit allen Mitteln die Ausführung der Anordnung zu vereiteln suchte und tatsächlich Erfolg hatte. Weiterlesen „„Napoleonisches“ (3): „Kirchenstreik“ – und hinter den Kulissen „stille Post““

„Napoleonisches“ (2): Auch der „Bürger Pastor“ musste auf Nachtwache

Die Veränderungen, die das napoleonische Großherzogtum Berg ab 1806 für die Bürger einführte, betrafen auch den Bürger Pastor. Als 1808 Nachtwachen angeordnet wurden, die dafür sorgen sollten, dass die Bürger ruhig schlafen konnten, waren die Pastoren nicht ausgenommen. Allein oder zusammen mit ihren Küstern/Schulmeistern mussten sie genauso wie die übrigen Männer Nachtwachen übernehmen. Weiterlesen „„Napoleonisches“ (2): Auch der „Bürger Pastor“ musste auf Nachtwache“

„Napoleonisches“ (1): Der Huldigungseklat

Vor 250 Jahren wurde der spätere französische Kaiser Napoleon I. geboren. 1806 wurde aus dem rechtsrheinischen Gebiet des Herzogtums Kleve und dem Herzogtum Berg ein napoleonischer Satellitenstaat des französischen Kaiserreiches: das Großherzogtum Berg. Durch kommunale und administrative Neuordnung wurden Gruiten, Millrath und Schöller Teile der Mairie (Bürgermeisterei) Haan im Canton Mettmann des Arrondissements Düsseldorf. Als vor 210 Jahren Napoleon I. den erst viereinhalb Jahre alten Sohn seines Bruders zum Großherzog von Berg ernannte, kam es in Haan zu einem Eklat. Weiterlesen „„Napoleonisches“ (1): Der Huldigungseklat“

240 m durch den Fels: Der Tunnel unter dem Friedhof

Mitte des 19. Jahrhunderts begann der industrielle Kalksteinabbau in unserer Gegend, bei dem 1856 im Neandertal die Knochen des Frühmenschen entdeckt wurden, der nach seinem Fundort Homo Neanderthalensis (Neandert[h]aler)* genannt wird. Der Abbau im Einzugsbereich von Gruiten begann Ende des 19. Jahrhunderts zwischen den Höfen Thunis und Bracken, setzte sich düsselaufwärts in Richtung Gruiten-Dorf und darüber hinaus bis zu den Höfen Düsseler Mühle, Große Düssel, Pütt und Postdüssel fort. Die Werke, die den gebrochenen Kalkstein aus Gruiten verarbeiteten, lagen alle ganz nah an der 1841 fertiggestellten Eisenbahnlinie zwischen Düsseldorf und Elberfeld, also verkehrsgünstig für den Transport des Endproduktes Kalk zu den Abnehmern im weiten Umkreis. Weiterlesen „240 m durch den Fels: Der Tunnel unter dem Friedhof“

Pastor-Vömel-Str. 41: Alle Fotos zeigen ein Wohnhaus, aber das kann es ursprünglich nicht gewesen sein!

Auch die ältesten Fotos des Hauses, die aus dem späten 19. Jahrhundert stammen, zeigen eindeutig ein Wohnhaus, aber als ein Architekt das Haus untersucht, findet er in allen Außenwänden geschlossene Lüftungsschlitze, die früher offen gewesen sein müssen und damit nicht zu einem Wohnhaus passen. Außerdem erkennt er deutlich eine Dachkonstruktion, die nur zu einem Gebäude passt, das keine Decke zwischen Erd- und Dachgeschoss gehabt haben kann. Das Gebäude muss also älter sein als die ältesten Fotos, auf denen es zu sehen ist. Und es kann ursprünglich kein Wohnhaus gewesen sein. Im Erdreich unter dem Erdgeschoss kam dann noch ein mächtiger Stein mit der Jahreszahl „1861“ ans Licht. Damit beginnt die Spurensuche: Wie alt ist das Gebäude, welchem Zweck kann es ursprünglich gedient haben? Weiterlesen „Pastor-Vömel-Str. 41: Alle Fotos zeigen ein Wohnhaus, aber das kann es ursprünglich nicht gewesen sein!“

„Breidshüsken“: Wie kommt ein Klinkerbau ins historische Dorf?

Ein zur Straßenseite hin verklinkertes Gebäude inmitten eines historischen Dorfes – wie kann das sein? Nun, diese „Bausünde“ war schon vorhanden, bevor Gruiten-Dorf unter Denkmalschutz gestellt wurde. Und irgendwie verständlich ist sie auch, denn bis Anfang der 1990er Jahre stand das Dorf regelmäßig im Hochwasser, wenn Düssel und Kleine Düssel über die Ufer traten. Aber Fachwerkhäuser und deren Bewohner mögen das gar nicht. Das verklinkerte Haus an der Pastor-Vömel-Straße mit der Adresse Quall 17 ist nämlich unter der Fassade ein altes Fachwerkhaus! Zeitweise war es zum Teil oder ganz mit Brettern verkleidet, bis Mitte der 1960er Jahre die Klinkerfassade angebracht wurde.  Weiterlesen „„Breidshüsken“: Wie kommt ein Klinkerbau ins historische Dorf?“

Der uralte Hof „Postdüssel“: vom Kalk profitiert, vom Kalk ruiniert

Der Hof gehörte zu den ältesten und bedeutendsten auf Gruitener Gebiet, seit 1448/58 ist er urkundlich belegt.[1] Zusammen mit den ganz nah beieinander liegenden Nachbarhöfen Große Düssel, Pütt, Düsseler Sprung und Düsseler Mühle bildete der Hof Postdüssel einige Jahrhunderte lang einen Weiler mit der größten Siedlungsdichte am Lauf der Düssel zwischen den Kirchen von Schöller und Gruiten. 1487 gehörte der Besitzer der Postdüssel, Johan Post, zu den rund 2400 Personen, die Herzog Wilhelm II. von Jülich-Berg aus Geldnöten helfen mussten. Er zählte wohl schon damals zu den zahlungskräftigsten Gruitenern, denn er und der Besitzer des Hofes Quall bedienten die herzogliche Anleihe mit je siebeneinhalb Goldgulden, dem dreifachen dessen, das der ebenfalls bedeutende Gruitener Hof Heinhausen beisteuerte.[2] Weiterlesen „Der uralte Hof „Postdüssel“: vom Kalk profitiert, vom Kalk ruiniert“

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