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Gruitener Geschichte(n)

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Der >neanderlandSTEIG< wird im 'gefühlten' Gruiten vernachlässigt

Was macht ein Geschichtsstammtisch in Coronazeiten? Er geht unter Wahrung der Abstandsregel ins Freie. So vor einigen Tagen geschehen. Im kleinen Kreis wurde die Strecke zwischen Winkelsmühle und Gruiten-Dorf abgegangen, aber bei aller Schönheit der Natur am Weg gab es am Ende der Wanderung ein depremierendes Fazit: Dieser Teil einer Entdeckerschleife des neanderlandSTEIGs ist in einem so schlechten Zustand, dass es fast nichts zu entdecken gibt!

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Update: Spurensuche Gruitener Kirmes

Zwei neu aufgetauchte Ansichtskarten, die 1899 und 1901 verschickt wurden, liefern frühe Nachweise der Gruitener Kirmes. Auf einer der Ansichtskarten schreibt der/die Absender*in, der/die aus Elberfeld hierher kam:

Liebes Kind, du ahnst es nicht, wie schön es hier in Gruiten ist.

Den Beitrag über die Gruitener Kirmes habe ich entsprechend erweitert. Hier der LINK dorthin: https://gruitenergeschichte.wordpress.com/2017/10/30/gruitener-kirmes/

Lothar Weller, 12.9.2020 – Titelabbildung: Repro einer Ansichtskarte aus Privatbesitz mit von mir einmontiertem Poststempel von der Rückseite.

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1719-21: Bau der reformierten Kirche (3)

Am 16. Oktober 1718 waren vier Bevollmächtigte für den geplanten Bau der Kirche ernannt worden, zwei aus dem Konsistorium (Presbyterium) und zwei weitere Hofbesitzer aus der Gemeinde. Sie sollten geeignete Handwerker auswählen, die Verträge mit ihnen aushandeln, den Bau organisieren und die Qualität der Arbeit überwachen. Die Verträge sind im Alt-Archiv der reformierten Gemeinde Gruiten erhalten geblieben und geben Auskunft darüber, wie sich die Gemeinde ihre Kirche vorstellte.

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Bier brauen und Schnaps brennen

Der Erste, der in Gruiten Bier in größerem Umfang (also nicht nur für den Eigenbedarf) braute, war wohl Jacob Furthmann. Jedenfalls ist er im Adressbuch von 1814 als einziger Brauer in Gruiten verzeichnet. Eine Wirtschaft mit Fremdenzimmer betrieb er damals wohl, denn er wird als Brauer und Logiewirth bezeichnet.

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Auflösung zu: „Freibad“ am Düsselberg?

Die Frage war an die richtige Zielgruppe (>70 Jahre) gerichtet. Es haben sich zwei Zeitzeugen gemeldet, die in ihrer Jugend dieses „Freibad“ nicht nur benutzt, sondern selbst daran mitgebaut haben, um eine Wasserhöhe zu erreichen, in der man schwimmen konnte. „Wasserspender“ für das „Freibad“ war die Düssel!

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Wer planscht denn da? Ein „Freibad“ am Düsselberg?

Heute sind besonders die >70-jährigen Gruitener*innen gefragt. Das Titelfoto und das folgende Foto sind nämlich 1959, also vor gut 60 Jahren entstanden.

Titelfoto und dieses Foto: Sepp Unger/Kreisarchiv ME.

Das natürliche „Planschbecken“ auf den Fotos soll sich irgendwo am Düsselberg befunden haben. Dafür kommen zwei deutlich auseinander liegende Stellen infrage: a) unterhalb der heutigen Wohnbebauung „Düsselberg“ zwischen Düsselberger Straße und Am Marktweg oder b) in der Düssel unterhalb der „Villa Düsselberg“ am Ende der Düsselberger Straße.

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„Buschmannslinde“: Ein Haus, ein Baum, ein falscher Name

Alles beginnt mit einem jungen Mann aus Wattenscheid, der 1812 Napoleons Russland-Feldzug mitmachen musste, aus der französischen Armee floh, nicht in seinen Heimatort zurückkehrte, sondern sich bei Gruiten niederließ und den Namen eines Anderen (vermutlich den eines gefallenen Kameraden) aneignete, um sich vor den französischen Häschern zu verbergen. Unter dem angenommenen Namen Conrad Josef Buschmann heiratete er und kaufte das kleine Gut Schnitzelsheide am Potherbruch.1

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Der alte Kalkmeiler an der Düssel zwischen Bracken und Thunis

Vor rund 40 Jahren war er so verschüttet und zugewachsen, dass kaum jemand, der an ihm vorbeiging, ahnte, was sich dort unter Geröll und Gesträuch verbarg. Aber bekannt war ein altes Foto (das Titelfoto oben1), auf dem mehr von ihm zu sehen ist. Dieses Foto zeigt wohl die 1928 noch ziemlich frei liegende Seite des alten Kalkofens an der Düssel zwischen Bracken und Thunis aus Richtung Bracken gesehen.

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An der Nahtstelle zwischen Mettmann und Gruiten: Tappert am Potherbruch

Die Zeiten sind vorbei, daß die alte „Kölnische Straße“ die bedeutendste Verkehrsstraße von Köln zum Ruhrgebiet war. Aber noch künden allenthalben die alten Gaststätten auch in unserer Gegend, daß hier der große Fuhrverkehr herging. Sie waren die „Tankstellen“, wo ermüdete Menschen und Tiere haltmachten und Labung fanden. Durchweg haben diese Gaststätten ein ehrwürdiges Alter aufzuweisen. So beginnt ein Zeitungsartikel von 19381 zum 80-jährigen Geschäfts-Jubiläum der Familie Tappert am Potherbruch.

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Versteckt hinter der Kirche: Der alte Hof Brügge

Das Titelfoto zeigt den uralten Hof Brügge in Gruiten-Dorf, wie er seit dem Bau der neuen katholischen Kirche vor gut 140 Jahren ein wenig versteckt liegt, von der Straße vor der Kirche kaum zu erkennen. Die Hecke zwischen dem Hofgelände und der Kirche markiert etwa den Weg, den der katholische Pastor in der Zeit vor dem Bau der neuen Kirche von seinem Pfarrhaus (Wiedenhof) über eine kleine Düsselbrücke zur alten Kirche gegangen ist. Dieser unscheinbare Weg hat vor fast 340 Jahren nicht unerheblichen Einfluss auf die Entwicklung des Ortsbildes gehabt. Der katholische Pastor durfte nämlich auf dem Weg zu seiner Kirche durch die Reformierten nicht gestört werden, hatten die regierenden Fürsten vorgeschrieben. (Mehr dazu HIER.) Aber das war erst über 200 Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung des Hofs Brügge (1448/58), über dessen Existenz wir durch einen über 550 Jahre alten Pachtvertrag sogar Einzelzeiten kennen.    Weiterlesen „Versteckt hinter der Kirche: Der alte Hof Brügge“

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Im Schatten des „Ratskellers“: Bahnstraße 14 & 16

So unscheinbar die beiden Häuser rechts neben der Gaststätte Ratskeller auf dem alten Titelfoto[1] auch wirken, im Haus Nr. 14 (rechts im Bild) war schon vor mindestens 111 Jahren eine wichtige (und damals noch junge und ganz moderne) Institution ansässig: die Gemeinsame Orts-Krankenkasse Gruiten[2] (später Allgemeine Ortskrankenkasse[3]). Und Haus Nr. 16 (links im Bild) beherbergte später jahrzehntelang den über zwei Generationen mit dem Namen Vömel verbundenen Laden, in dem es auf engstem Raum scheinbar alles gab, auch die allerneusten Nachrichten aus Gruiten, weshalb er als die Gruitener Informationszentrale schlechthin galt. Weiterlesen „Im Schatten des „Ratskellers“: Bahnstraße 14 & 16″

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Pütt: Perle an der Düssel mit über 500 Jahren Geschichte

Pütt gehört zu den Höfen, die schon vor Jahrhunderten die Düssel zwischen Schöller und Gruiten säumten. Zusammen mit den Höfen Große Düssel, Postdüssel, Düsselermühle und später noch Düsseler Sprung bildete er in historischer Zeit den größten Weiler auf Gruitener Gebiet. Die früheste bekannte urkundliche Erwähnung des Hofs Pütt stammt aus dem 15. Jahrhundert. In einer Liste von 1448/58 wurde festgehalten, wieviel Gerste jeder Hof zum Unterhalt des Küsters beizusteuern hatte[1]. Nach der dort für ihn veranschlagten Menge, war Pütt damals einer der kleineren Gruitener Höfe. Weiterlesen „Pütt: Perle an der Düssel mit über 500 Jahren Geschichte“

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Das Haus am Sumpf: „Weidenwerth“

Wenn wir in Gruitens Geschichte 350 Jahre zurück gehen, dann finden wir im Bereich des Zusammenflusses von Düssel und Kleiner Düssel viel Wasser, aber so gut wie keine Gebäude. Noch steht das Haus am Quall dort ziemlich einsam da. (Siehe: Wie alt ist Gruiten-Dorf.) In Gruitens Frühzeit wurde fast ausschließlich außerhalb der Sumpfzone, also ein wenig höher gelegen gebaut. Ein altes Gebäude am Rande des von den beiden Bächen durchzogenen Geländes ist das Haus Weidenwerth. Schon im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts wurde es mit dieser Bezeichnung genannt[1]. Weiterlesen „Das Haus am Sumpf: „Weidenwerth““

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Ein „Bürgermeistershaus“ ohne Bürgermeister

Als das Foto oben entstand, war die romanische Kirche Gruitens noch vollständig  erhalten (zwischen den Häusern sieht man deutlich, dass der Turm noch ein Kirchenschiff hat). Es muss also vor 1895 aufgenommen worden sein. Zu dieser Zeit gab es in Gruiten noch kein Rathaus, also trafen sich – so lautet eine durchaus glaubhafte Überlieferung – in früherer Zeit die Gruitener Gemeindevertreter zu ihren Sitzungen in einer Schankwirtschaft. Eine solche befand sich einst zumindest zeitweilig in dem Haus, das im Foto rechts abgebildet ist. Die Treffen des „Gemeinderats“ in dieser Schänke sollen – so wurde vermutet – zu der Bezeichnung Bürgermeistershaus geführt haben[1]. Aber die Bezeichnung ist bereits 1759 urkundlich nachgewiesen, während die Verbindung des Hauses mit einem Gastwirt, der hier lebte, erst ab 1805 aus alten Dokumenten bekannt ist.[2] Weiterlesen „Ein „Bürgermeistershaus“ ohne Bürgermeister“

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Schafe im Dorf, und der uralte „Hof an der Kirchen“

Schafe im Dorf – diese Erinnerung ist für alte Gruitener*innen heute noch fest mit dem Namen Engemann verbunden. Wenn Wilhelm („Wellem“) Engemann allein oder später mit einem seiner Söhne die Herde aus dem Dorf hinaus oder nach seiner Tour wieder herein führte, wurde es eng im Dorf. Das Titelfoto zeigt die Engemann-Herde 1961 beim Auszug aus dem Dorf auf der (heutigen) Prälat-Marschall-Straße. Weiterlesen „Schafe im Dorf, und der uralte „Hof an der Kirchen““

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„Blotschenmacher“ und das Haus „Höhländer“

Zwischen dem Schneidershaus und dem Offerhus/Offers stand einst das ganz alte und niedrige Doppelhaus mit dem Namen „Im Höhländer“. Um 1920 mußte es wegen Baufälligkeit abgerissen werden. […] Weil seine Rückseite tiefer lag, hatte man hier das Dach heruntergezogen. Unter ihm war die „Blotschenmacherei“ von Gruiten. Holzschuhe wurden hier gefertigt. Sie gehörten damals zur ständigen Fußbekleidung. Man hatte auch Schuhe, die zog man aber nur bei besonderen Gelegenheiten an und wenn man zur Kirche ging. Holzschuhe standen an jeder Haustür bereit, um in sie hineinzutreten, wenn man die Wohnung verließ.[1] Weiterlesen „„Blotschenmacher“ und das Haus „Höhländer““

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Das Haus, das in der Straße stand

Das Schneidershaus, dem Weinberg gegenüber auf der anderen Straßenseite, ist früher immer ein Wirtshaus gewesen. Im Protokollbuch der reformierten Gemeinde wird es schon 1703[*] als solches erwähnt. Verbunden mit ihm war eine kleine Landwirtschaft. Die zu ihm gehörende Scheune am Düsselufer brannte kurz nach 1900 ab. Das alte Haus wurde 1956 abgerissen, weniger wegen seiner Baufälligkeit. Es stand zu dicht an der Straße und wurde mehr und mehr ein Verkehrshindernis. An seiner Stelle und dort, wo das Haus Höhländer stand, wurden nun die beiden Häuser gebaut, die sich durch ihr schönes Fachwerk so gut dem Dorfbild anpassen […]. Als kurz nach 1900 die Kalkindustrie in Gruiten ihrem Betrieb eröffnete, da fanden viele italienische Arbeiter im Schneidershaus ihr Logis.[*] Weiterlesen „Das Haus, das in der Straße stand“

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Altes Haus neu erstanden: Das Offerhus

Bevor das Doktorshaus [um 1750] gebaut wurde, stand ihm gegenüber schon lange das so bescheidene kleine Haus ‚im Offers‘. Der untere, ältere Teil hat einmal dem Offermann von Gruiten zur Wohnung gedient, bevor er in Kremers sein Unterkommen fand. Der Name deutet es an, Offers oder Offerhaus ist die Wohnung des Offermanns, des Küsters. […] Später hat man das Haus an seiner oberen Seite mit einem Anbau versehen, der damals wohl als Altenteil für Heinhausen gedacht war. Die Inschrift im Giebel des Hauses weist auf den Zusammenhang mit Heinhausen hin.[1] Das schrieb Fritz Breidbach 1970, als die Tage dieses Hauses allmählich gezählt waren. Aber rund 10 Jahre später wurde es von Grund auf erneuert und ist zu einem Blickfang am Heinhauser Weg und auch vom Dorfanger aus am heutigen Zusammenfluss von Düssel und Kleiner Düssel geworden. 
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Die alte Schule an der Kirchhofsmauer

Die Liste der namentlich bekannten Gruitener Lehrer beginnt mit Hilger Loyla, der 1614 erwähnt wird.[1] Aber schon vorher muss in Gruiten Schule gehalten worden sein, denn in einem Dokument aus der Zeit von Pastor Dalhaus (1577-1608 in Gruiten) ist von einem newen surrogirten scholmeister, also von einem neuen Lehrer, der einen Vorgänger hatte, die Rede.[2] Wo vor mehr als 400 Jahren die Kinder unterrichtet wurden, lässt dieses Dokument, das leider nicht unbeschädigt erhalten geblieben ist, nicht eindeutig erkennen. Aber andere Dokumente liefern Hinweise, mit denen die Informationslücke ziemlich sicher geschlossen werden kann. Es war wohl schon damals das Haus an der Kirchhofsmauer, dessen vorhandenen Nachfolgebau alte Gruitener*innen noch heute als die alte katholische Schule kennen (Abb. unten).    Weiterlesen „Die alte Schule an der Kirchhofsmauer“

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Trotz Champagner keine „Champagne 2“: Der Technologiepark

Auf absehbare Zeit wird das Gelände zwischen der Bundesautobahn und der Millrather/Gruitener Straße das bleiben, was es gegenwärtig ist, nämlich landwirtschaftlich genutzte Fläche. Es zeichnet sich ab, daß nach Erklärungen der CDU- und der FDP-Fraktion auf eine „Verplanung“ dieses Bereichs verzichtet werden soll, zumal sich keine Chance erkennen läßt, die hochwertigen landwirtschaftlich genutzten Flächen zu erwerben. So stand es 1990 in der Zeitung.[1] Weiterlesen „Trotz Champagner keine „Champagne 2“: Der Technologiepark“

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Haans „Hauptbahnhof“ stand schon immer in Gruiten

Als 1841 die erste westdeutsche Eisenbahnlinie von Düsseldorf nach Elberfeld (Steinbeck) fertiggestellt war, gehörte die Gemeinde Gruiten zur Bürgermeisterei Haan (seit der napoleonischen Kommunalreform Anfang des 19. Jahrhunderts bis zur Gründung der Bürgermeisterei Gruiten 1894). Das war der Grund dafür, den Haltepunkt auf Gruitener Gebiet gut 50 Jahre lang „Haan“ zu nennen.[1] Weiterlesen „Haans „Hauptbahnhof“ stand schon immer in Gruiten“

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Vor 75 Jahren: Ein 24-Jähriger bewahrte Gruiten vor der Zerstörung

Am 16. April 1945 endete in Haan und Gruiten der Zweite Weltkrieg durch den Einmarsch der Amerikaner. Inzwischen sind selbst die letzten Kriegs- und die ersten Nachkriegskinder längst im Rentenalter, die noch lebenden Zeitzeugen bereits mindestens 85 Jahre alt. Die Erinnerung an die Ereignisse am Ende des 2. Weltkriegs in Haan und Gruiten verblasst mehr und mehr. Weiterlesen „Vor 75 Jahren: Ein 24-Jähriger bewahrte Gruiten vor der Zerstörung“

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Ein kleines Gruiten-Quiz

Inzwischen gibt es weit über 100 Beiträge auf „Gruitener Geschichte(n)“. Wenn Sie mal testen möchten, wie viel Sie über Gruitens Historie wissen, dann geht das mit dem folgenden Quiz. Sollten Sie (versehentlich, versteht sich) eine falsche Antwort anklicken, kommen Sie automatisch zu dem Beitrag, der die Frage behandelt und die richtige Antwort enthält. Weiterlesen „Ein kleines Gruiten-Quiz“

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Ein Streit vor 300 Jahren: Beim Kalk hörte die Freundschaft auf.

Ausgerechnet Aufzeichnungen, die anscheinend mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch verfasst wurden – offenbar Entwürfe für eine Streit- und Verteidigungschrift an eine Hochwohlgeborene Durchlaucht – verdanken wir bemerkenswerte Informationen über das historische Kalkbrennen in unserer Gegend und die Wege, auf denen vor rund 300 Jahren Material zu den hiesigen Kalköfen und gebrannter Kalk von dort zu den Abnehmern transportiert wurden. Der Inhalt und eine dazu gehörende handgezeichnete Karte1 legen den Schluss nahe, dass es sich bei dem Schreiber um den Besitzer des alten Hofes Postdüssel handelt, dem sein Nachbar vom Hof Große Düssel die Benutzung des Verbindungswegs zwischen der Landstraße und seinem Hof, der über Großdüsseler Land führt, verweigert. Er wirft dem Großdüsseler Hofbesitzer vor, ihm das Durchfahren aus nichts alß Mißgunst zu verwehren, weil mein Kalck besser sey als seiner. Weiterlesen „Ein Streit vor 300 Jahren: Beim Kalk hörte die Freundschaft auf.“

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Ein außergewöhnlicher Hausgiebel und eine Klostertür

Der historische Name des Hauses an der Pastor-Vömel-Straße lautet „Neue Brücke“, der des nicht verschieferten, älteren Fachwerkbaus auf der Düsselseite „Alte Brücke“. Die Bezeichnungen rühren daher, dass an dieser Stelle die Düssel schon seit dem späten 17. Jahrhundert überbrückt ist. Das Haus „Alte Brücke“ stammt aus der Zeit um 1675, hat aber vielleicht einen noch älteren Kern. Weiterlesen „Ein außergewöhnlicher Hausgiebel und eine Klostertür“

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Gruiten-Wappen: Ein Zeichen für „Gruitens weiße Vergangenheit“

Wenn es in Gruiten nicht an so vielen Häusern mit dem ausdrücklichen Zusatz „Gruiten“ zu sehen wäre, könnten Gruitener Neubürger das Wappen eher für das Zeichen eines Gebirgsvereins halten, denn darin dominieren eine Felswand und eine Spitzhacke. Was diese Symbole mit Gruiten zu tun haben, ist für viele heute nicht mehr auf Anhieb zu erkennen.  Weiterlesen „Gruiten-Wappen: Ein Zeichen für „Gruitens weiße Vergangenheit““

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Die verschwundene Treppe und der erhaltene Friedhof

Bis vor gut 150 Jahren gab es in Gruiten nur einen Friedhof, auf dem über viele Jahrhunderte alle Gruitener ihre letzte Ruhestätte fanden. Das änderte sich auch nicht, als die Reformation in Gruiten Einzug hielt. Noch fast 190 Jahre nachdem die Gruitener Reformierten eine anerkannte Gemeinde waren, wurden die Verstorbenen beider Kirchengemeinden (bis 1863) auf diesem Friedhof um die alte Kirche (seit 1895 ist nur noch der Turm erhalten) bestattet. Weiterlesen „Die verschwundene Treppe und der erhaltene Friedhof“

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Das Pfarrhaus, aus dem es einst Münzen „regnete“

Es grenzt an ein Wunder, dass das alte Pfarrhaus der reformierten Gemeinde heute noch steht. Schon als Pastor Vömel, dessen Name die Straße durchs Dorf trägt, vor über 100 Jahren mit seiner Familie darin wohnte, galt es als „völlig verbraucht“. „Jede größere Instandsetzung ist verlorenes Geld, denn auf die Dauer lässt sich das Haus doch nicht aufrecht erhalten“, steht im Bericht über die Besichtigung durch den Leiter des kirchlichen Bauamtes im Jahre 1916. Weiterlesen „Das Pfarrhaus, aus dem es einst Münzen „regnete““

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Der vergessene Vertrag von 1528

Wir schreiben das Jahr 1666. Auf dem Gruitener Hof Große Düssel, einem der ältesten und historisch bedeutendsten Höfe in der alten Herrschaft Schöller, leben Arndt und seine Frau Sophia mit ihren Hausgenossen. Zu ihrem Hof gehört seit Menschengedenken das Recht, in der Düssel fischen zu dürfen – und die Großdüsseler nutzen es ganz selbstverständlich auch. Bisher hat niemand daran Anstoß genommen oder ihr Fischereirecht angezweifelt. Aber nun ist es von einem Tag zum anderen ganz anders. Weiterlesen „Der vergessene Vertrag von 1528“

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Vor 75 und vor 100 Jahren: Gruitener Kirchenglocken werden „Kanonenfutter“

Bronze war in beiden Weltkriegen kriegswichtiges Material, das in großen Mengen für die Kriegsmaschinerie gebraucht wurde. Und in den Kirchtürmen hing dieses Material in Form von zentnerschweren Glocken. Deshalb mussten 1917 und erneut nur 25 Jahre später Kirchenglocken aus Bronze als „Kanonenfutter“ herhalten. In den beiden Weltkriegen sollen insgesamt über 100.000 Glocken konfisziert, aus Kirchtürmen abgeseilt und zum Einschmelzen abtransportiert worden sein. Auch die beiden Gruitener Kirchen haben ein paar Tonnen der begehrten Bronze beisteuern müssen.

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1200 Jahre Gruiten in 120 Sekunden

Gruiten ist älter als früher gedacht. Seit 2013, als bei der Sanierung des alten Nikolausturms Skelette gefunden wurden, kann man von mehr als 1000 Jahren ausgehen, denn die Altersbestimmung der ältesten gefundenen Gebeine fällt in die Zeit von 720 bis 993 n.Chr.

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